Schiffsanwendungen
PraxisbeispieleDruckfest gekapselter Ex-Motor für explosionsgefährdete Bereiche

In explosionsgefährdeten Umgebungen – etwa auf Bohrinseln, in der Petrochemie oder an Anker- und Mooringwinden – müssen elektrische Antriebe besonderen Sicherheitsanforderungen genügen. Damit kein Funke aus dem Inneren nach außen dringen kann, ist eine druckfeste Kapselung erforderlich. Für solche Einsatzfälle hat BEN Buchele einen neuartigen Ex-Motor entwickelt und zertifizieren lassen.
Der Motor mit der Typenbezeichnung dKD280 ist für die höchste Explosionsgruppe IIC und die Temperaturklasse T4 ausgelegt und deckt Leistungen von 50 bis 200 kW ab. Kennzeichnend ist die Kombination mehrerer Anforderungen in einer Baugröße: Schutzarten bis IP68, druckfeste Kapselung, Temperaturbeständigkeit von −35 bis +50 °C sowie eine integrierte elektromagnetische Bremse mit 3.300 Nm, um auf großen Schiffen den Anker oder die Festmacherleinen sicher zu halten.
Welche Zonen- und Normvorgaben dahinterstehen, welche Zusatzfunktionen sich ergänzen lassen und warum die individuelle Auslegung entscheidend ist, erläutert der vollständige Beitrag.
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Schockfeste Elektromotoren für Marine-Anwendungen

Auf See müssen elektrische Antriebe nicht nur zuverlässig laufen, sondern auch kurzzeitigen Extrembelastungen standhalten. Stöße und Erschütterungen – etwa durch Beschuss bei Marineschiffen – erzeugen ein Vielfaches der Erdbeschleunigung. Klassifikationsgesellschaften geben dafür Grenzwerte vor, deren oberste Maßgabe lautet: Bei einer Schockeinwirkung darf sich kein Bauteil lösen. Worauf es bei der Auslegung schockfester Motoren ankommt, beschreibt dieser Beitrag.
Entscheidend ist die geforderte Belastung in g. Im Standardbereich bis 15g genügen robuste Graugussmotoren; bei mittlerer Beanspruchung kommen hochfeste Schrauben und besonders geschützte Wicklungen hinzu. Für große Fregatten werden Materialien, Schrauben und Lager individuell ausgelegt, häufig mit Sphäroguss, der plötzliche Stöße besser ableitet, ohne zu brechen.
Der Beitrag stellt die drei Schockfestigkeitskategorien vor, zeigt typische Anwendungen von Mooring- und Ankerwinden bis zu Pumpenmotoren und schildert eine reale Schockprüfung aus drei Richtungen.
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Worauf es bei Unterwassermotoren ankommt

Saugbaggerschiffe halten Fahrrinnen frei und gewinnen Rohstoffe wie Quarzsand, angetrieben von Pumpen, deren Motoren dauerhaft unter Wasser laufen. Ob im Main-Donau-Kanal, in niederländischen Grachten oder im Sedimentationsbecken eines Quarzsandwerks: An die Auslegung solcher Unterwassermotoren werden besondere Anforderungen gestellt. Worauf es dabei ankommt, zeigt dieser Beitrag.
Neben den üblichen Eckdaten wie Leistung und Drehzahl entscheiden Wassertiefe, Tauchdauer und Medium über die Konstruktion. Die zentrale Herausforderung ist die Abdichtung: schon eine vergessene Verschlussschraube kann einen Motor funktionsunfähig machen. Der Beitrag erläutert, warum Schutzart IP68 zum Standard gehört, wann eine Stecker- statt einer Kabellösung sinnvoll ist und welche Rolle Stillstandsheizung, Tauchkabel und ein einfacher Wassermelder spielen.
Auch die Logistik kommt zur Sprache: etwa die Dichtheitsprüfung eines drei Tonnen schweren Motors, für die mangels passendem Tauchbecken auf Druckluft und Leckage-Spray ausgewichen wurde.
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Chicago: Planierschiff mit Hybridantrieb für den Hamburger Hafen

Hybridantriebe aus Diesel- und Elektromotoren galten im Schiffsbau lange als Ausnahme. Im Zuge strengerer Emissionsvorgaben und der Energiewende werden sie zunehmend zur ernsthaften Alternative, auch für Arbeitsschiffe im Hafenbetrieb. Das Planierschiff „Chicago", das im Hamburger Hafen im Einsatz ist, zeigt, wie ein solches System in der Praxis ausgelegt wird.
Der Beitrag beschreibt das Zusammenspiel zweier Komponenten: das Hybridsystem des Getriebespezialisten REINTJES und die wassergekühlten Elektromotoren von BEN Buchele. Elektrisch bewegt sich das Schiff geräusch- und emissionsarm durch den Hafen; für die eigentlichen Planierarbeiten wird auf Dieselbetrieb umgeschaltet. Welche Anforderungen das an Drehzahlkennfeld, Bauweise und Kühlung der Hilfsmotoren stellt – und warum eine Insellösung über den Gleichstromzwischenkreis Vorteile bringt – erläutert der vollständige Beitrag.
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Pumpenmotor für die Bilge – von der Anfrage bis zum Konzept

Dringt bei rauer See Wasser in den Schiffsrumpf ein, sammelt es sich am tiefsten Punkt – in der Bilge. Eine leistungsstarke Pumpe muss es dann zügig wieder herausbefördern, im Ernstfall auch dann, wenn der Antrieb selbst bereits unter Wasser steht. Dieser Anwenderbericht zeigt, wie aus einer solchen Anfrage ein passgenaues Motorkonzept entstand.
Gefordert waren 36 kW, Dauerbetrieb und Schutzart IP68 – bei senkrechtem Einbau und einer Umgebungstemperatur von 45 °C. Aus diesen Parametern entwickelten unsere Ingenieure bei BEN Buchele drei Varianten: einen kompakten wassergekühlten Motor, einen unbelüfteten Motor größerer Bauform und einen luftgekühlten Motor mit Rutschkupplung. Letztere koppelt den Lüfter aus, sobald steigendes Wasser den Widerstand zu groß werden lässt, und schützt den Motor so vor Überhitzung.
Welche Abwägungen zwischen Sicherheit, Installationsaufwand und Kosten den Ausschlag gaben, und warum die Wahl schließlich auf die dritte Variante fiel, erläutert der vollständige Beitrag.
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